Verena Möckel
Füllt den Hamburger Gabenzaun mit
Spenden für Obdachlose und Bedürftige

Schriftgröße:

+

| Mehr Kontrast

7. September 2018
Autorin: Verena Möckel



Seit weit über 15 Jahren übe ich nun schon Ehrenämter aus. Früher in der Schule meiner Kinder, dann als Sporttrainerin und seit ca. 5 Jahren betätige ich mich in der ehrenamtlichen Obdachlosenhilfe. Vor knapp zwei Jahren habe ich als Mitglied eines Teams den Hamburger Gabenzaun gegründet und aufgebaut.  Was als schnelle und unkomplizierte Übergangslösung für den Winter gedacht war, entwickelte sich sehr rasant und wurde so gut von den Bedürftigen und der Hamburger Bevölkerung angenommen, dass wir nun schon auf den dritten Winter mit der Versorgung zugehen. Im Januar 2018 gründeten wir  als logische Konsequenz den Verein Hamburger Gabenzaun e.V. Der Hamburger Gabenzaun ist ein sozialer Spendenzaun am Hamburger Hauptbahnhof. An diesem kann jeder Sach- und Lebensmittelspenden für obdach- und wohnungslose Menschen und ihre Tiere anhängen. Zusätzlich sind fast täglich Teammitglieder stundenweise vor Ort und hängen Spenden, die wir von Kooperationspartnern und Spendern aus ganz Deutschland bekommen, an den Gabenzaun. Wir versorgen die Gäste die an den Gabenzaun kommen mit Getränken und kleinen Speisen. Manchmal finden wir auch einfach nur tröstende Worte oder klären über andere Hilfsangebote, wie z. B. medizinische Hilfen, Kleiderkammern, Unterkünfte, Streetworker oder das Winternotprogramm, auf.

Um mich in diesem Thema weiterzubilden, besuche ich Kurse an der Uni und anderen Organisationen. Mein eigentlicher Beruf in der Medienwelt ist völlig anders als mein Ehrenamt, hilft mir jedoch oft bei der medialen Umsetzung um das Projekt Gabenzaun voranzutreiben. Ich nehme wie jedes Teammitglied Spenden an und bin mindestens einmal die Woche am Gabenzaun, aber zu meinem Ehrenamt gehören auch noch die Verwaltung und Koordinierung des Vereins und der Spenden.  Was mich antreibt dieses Ehrenamt auszuüben, ist es das Leben derer, die es schwer haben, ein kleines bisschen leichter zu machen. Sie aus der Unsichtbarkeit herauszuholen und sichtbar zu machen. Die Stimme zu erheben und für die zu sprechen, die keine Stimme haben. Ihnen eine kleine Lobby zu geben, die Öffentlichkeit über das Thema Obdachlosigkeit aufzuklären und zu helfen Vorurteile abzubauen. In einem Team zu wirken, das für alle Menschen, egal ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion, Sexualität oder Staatsangehörigkeit, da ist, fühlt sich sehr gut an und gibt mir sehr viel. Manchmal schaue ich demütig auf mein eigenes Leben, weil ich weiß, wie reich mich das Ehrenamt macht. Mein Motto lautet: „Jobs füllen die Geldbeutel, Ehrenämter füllen die Herzen“.

Teile diesen Beitrag auf

Kommentare

Ja, ich bin damit einverstanden, dass mitdirgehtmehr.hamburg die oben angegebenen Daten speichert, um Ihr Kommentar auf der Webseite zeigen zu können. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht und dient nur der Verwaltung und Sicherheit. Sie können die Daten jederzeit aus unseren Systemen löschen lassen. Schicken Sie dazu eine E-Mail an engagement@basfi.hamburg.de. Mehr Infos finden Sie in unseren Datenschutz-Bestimmungen.*

*Pflichtangabe

Noch keine Kommentare vorhanden. Erstelle den ersten …

vorheriges Bild nächstes Bild schließen

Navigation

Wir verwenden Cookies, damit die Nutzung dieser Website einfacher ist.

Einverstanden

Mehr Infos