Valentin Zelianin
Packt für die Tafel Rothenburgsort an

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7. Dezember 2017
Autor: Valentin Zelianin

Erwerbslose, die sich freiwillig engagieren


Mein Name ist Valentin Zelianin. 1981 in Russland Luga geboren, stieß ich vor über neun Jahren auf die FreiwilligenBörseHamburg (www.engagement-hamburg.de). Der Kontakt ergab sich durch meinen heutigen Ehepartner, der aus Hamburg stammt und der für mich der Grund war, über Jahre zwischen Russland und Hamburg zu pendeln. Durch die FreiwilligenBörseHamburg bekam ich sehr schnell die Möglichkeit, mich hier in Hamburg für meine zukünftige Heimatstadt miteinbringen zu können, die Hamburger Mentalität kennen- und schätzen zu lernen, Freundschaften zu schließen und die Sprache zu lernen. Über viele Jahre war ich nur ca. alle drei Monate in Hamburg, und in dieser Zeit bereitete es mir jedes Mal eine große Freude, an gemeinwohlorientierten Projekten beteiligt sein zu dürfen. Da ich von Natur aus ein sehr kreativer Mensch bin, der in seiner Freizeit leidenschaftlich gern malt, mag ich die bunte Projektvielfalt der FreiwilligenBörseHamburg unheimlich gern, die mich immer wieder von neuem herausfordert und Kontakte mit sich bringt, die eine konstruktive Arbeit und gegenseitige Inspiration erlauben.

Meinen Mitmenschen zu helfen, war mir schon immer ein großes Bedürfnis. Egal, ob es sich dabei um meine eigene Mutter handelt, der ich über einen langen Zeitraum geholfen habe, ihr Haus instand zu setzen oder, ob es sich um Freunde handelt oder um eine soziale Einrichtung in Hamburg: Ich arbeite einfach gern für und mit anderen Menschen zusammen, um etwas für alle Wertvolles zu schaffen. Gemeinsam lässt sich sehr viel aufbauen. Um ein paar Projekte zu nennen, an denen ich dank der FreiwilligenBörseHamburg bisher beteiligt war: da ist zum Beispiel die Tafel für Rothenburgsort, die wir über Monate neu aufgebaut haben. Hier gab es richtig viel zu tun, aber viele Hände haben mit angepackt und letztendlich gemeinsam alles geschafft, was sie sich vorgenommen hatten. Und nun haben die Menschen in Rothenburgsort endlich wieder eine Tafel. Im Rahmen der Socialdays und des Mobilen Bürgerservices, zwei Projekte der FreiwilligenBörseHamburg, habe ich in verschiedenen sozialen Einrichtungen mitgearbeitet und dabei nicht selten sehr angenehme und herzliche Begegnungen gehabt. Unsere Kita-Renovierungen möchte ich an dieser Stelle nennen und Alimaus, den Treffpunkt für obdachlose Menschen auf St. Pauli. Schön ist es immer wieder, wenn aus solchen gemeinwohlorientierten Einsätzen am Ende echte, jahrelange Freundschaften hervorgehen.

Da es nun seit einiger Zeit in Deutschland glücklicherweise die Ehe für alle gibt, war es mir endlich möglich, durch meine Heirat ganz nach Hamburg umzuziehen. Meine ehrenamtliche Arbeit nimmt durch den Umzug noch mehr Raum in meinem Leben ein. Sie ist mittlerweile ein Teil von mir, denn ich kann mich dabei so betätigen, wie ich es für wichtig empfinde. Im Moment hoffe ich, eine Ausbildung zu bekommen, damit ich auch hauptberuflich das machen kann, was mir meine ehrenamtliche Tätigkeit sei Jahren ermöglicht, nämlich anderen Menschen zu helfen und meine Fähigkeiten und meine Lebenszeit mit ihnen zu teilen. Eine Ausbildung in dieser Richtung wäre ein ganz großes Geschenk, über das ich mich sehr freuen würde.

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