Joanna Gontarek
Warum ist ‚stinken‘ kein Hobby?

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24. Juli 2017
Autor: Die Redaktion

Menschen, die sich für Geflüchtete engagieren


Joanna Gontarek hilft durch die Irrungen und Wirrungen der deutschen Sprache und im Alltag: Warum ist ‚stinken‘ kein Hobby? Weshalb bekommt man als ‚Streber‘ keinen ‚Schrebergarten‘?

Bei ‚Dialog in Deutsch‘ treffen sich Neuankömmlinge, Zugewanderte, Au-Pairs und Wissenshungrige zum gemeinsamen Deutschsprechen und um neue wie alte Bekannte zu treffen. Die Gesprächsgruppen werden von Ehrenamtlichen moderiert. Jede Gruppe trifft sich zu einer festen Zeit einmal wöchentlich in einer Bücherhalle. Wir Gruppenleitungen moderieren die Gruppen und stehen mit Rat und Tat für Teilnehmende im Gesprächsverlauf zur Verfügung.

Im geschützten Rahmen einer gemütlichen Gruppe, mit unterschiedlichen Sprachniveaus und individuellem Erfahrungsschatz tauschen sich die Anwesenden über die täglichen Irrungen und Wirrungen der deutschen Sprache und im Leben allgemein aus. Jede/r hat die Möglichkeit, die sprachliche Kompetenz zur Bewältigung von Alltagsaufgaben – frei von Kosten und Lernaufgaben – zu erfragen und spielerisch zu entwickeln.

Schnell werden sprachliche Herausforderungen gemeinsam gemeistert, wie z.B. der Unterschied zwischen ‚stinken‘ und ‚stricken‘, ‚Liebe‘ und ‚Nebel‘, ‚Streber‘ und ‚Schreber‘. Und warum nicht jeder, der ‚auf dem Holzweg ist‘, nach Holz sucht. Lang vergessene Sprichwörter bieten dabei oft guten Gesprächsstoff, wie gleiche oder ähnliche Ausdrücke in anderen Ländern heißen und welche Geschichten sich dahinter verbergen.

Meine persönliche Motivation, bei ‚Dialog in Deutsch‘ Gruppenleiterin zu sein, ist dieselbe wie bei unseren Teilnehmenden: viele liebe Menschen kennenlernen, spielerisch mehr über die eigene Kultur lernen, die durch die Sprache transportiert wird, und dabei unbekannte Kulturen kennenlernen. Ohne viele Hunderte von Kilometern zu reisen, lernt man viele spannende Individuen kennen, deren Lebensgeschichten und Herausforderungen im Leben – und die gegenseitige Wertschätzung.

Wer Freude und Lust hat, sich mit anderen im kulturellen Austausch zu unterhalten, für den ist ‚Dialog in Deutsch‘ die beste Anlaufstelle. Ehrenamtliche können sich entsprechend ihrem zeitlichen Rahmen und der präferierten Orte engagieren. In Hamburg sind mehr als 100 Gruppen wöchentlich stadtweit aktiv. Zur Unterstützung bietet das Projekt Schulungen, Austauschtreffen und Weiterbildungen.

Ich kann aus Erfahrung sagen: Menschen machen glücklich! Komm zu uns, werde ein Teil einer großen Familie, melde dich bei dialogindeutsch@buecherhallen.de! Wir freuen uns auf dich.

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