Ingrid Heinsen
Ein Herz für Kinder mit Neurofibromatose

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15. Dezember 2017
Autor: Die Redaktion


Mit dir geht mehr, Ingrid Heinsen!

Im Jahr 1991 erfuhr Ingrid Heinsen, dass sie an Neurofibromatose (NF), einer seltenen Erbkrankheit, leidet. Sie übernahm daraufhin die Leitung einer Selbsthilfegruppe, in der sie sich vor allem an die Eltern  betroffener Kinder kennenlernte. Häufig handelt es sich um alleinerziehende Mütter, die auf Grund der großen Belastung durch die schwere Erkrankung ihres Kindes nicht arbeiten gehen können und deshalb von Arbeitslosengeld II abhängig sind. Ingrid Heinsen wollte helfen und gründete im Jahr 2003 mit dem Humangenetiker PD Dr. Dieter Kaufmann die Stiftung Klingelknopf.

Die betroffenen Kinder haben nicht nur mit den gesundheitlichen Auswirkungen zu kämpfen, auch in der Schule und in ihrem sozialen Umfeld werden sie häufig ausgegrenzt und ziehen sich deshalb immer mehr zurück. Hier hilft die Stiftung Klingelknopf unbürokratisch und auf die individuelle Situation zugeschnitten. Sie bietet den Familien im Rahmen ihrer Möglichkeiten finanzielle Unterstützung und stellt Hilfsmittel zur Verfügung. Darüber hinaussetzt sich die Stiftung bei den jeweiligen Schulämter dafür ein, dass die erkrankten Kinder in normalen Förderschulen unterrichtet werden und so die bestmögliche Förderung erhalten. Durch die von der Stiftung organisierten Aktivitäten wie Segeln, die Teilnahme an Sportevents, Ausflügen und Workshops erhalten die an Neurofibromatose erkrankten Kinder, dass sie wie gesunde Kinder kreativ und aktiv am Leben teilnehmen können.

Durch die Teilhabe am normalen Leben werden die Kinder und Jugendlichen aus ihrer Isolation geholt und bekommen die Chance, zu Persönlichkeiten heranzuwachsen. Nach der Schule unterstützt die Stiftung die Jugendlichen bei der Suche nach einer betrieblichen Ausbildung oder einem geeigneten Studium - und hilft so, ihnen ein normales Leben und die Integration in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

Etwa 100 bis 120 Kinder und Jugendliche betreut die Stiftung pro Jahr, und das Engagement findet Gehör. Ingrid Heinsen kümmert sich nicht nur um die Betroffenen selbst, sondern versucht auch, die Krankheit und die Belastung der Familien öffentlich bekannter zu machen: So berichten Zeitungen, Radio und Fernsehen immer wieder über die Arbeit, Veranstaltungen und Benefizturniere machen auf das Thema aufmerksam und der Tätigkeitsbericht der Stiftung bietet Interessierten jährlich die Möglichkeit, sich über die Arbeit der Stiftung Klingelknopf zu informieren. Für ihr Engagement wurde Ingrid Heinsen im Jahr 2013 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Sie ist immer auf der Suche nach Spenden und möchte die Kooperation der Stiftung mit anderen Vereinen gern auf ganz Deutschland ausweiten.

 

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