Fernand Kantati arbeitet im
Harburger Integrationsrat und
ist Initiator des Projekts SPLUS

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10. Dezember 2018
Autor: Fernand Kantati


 

Mein Engagement im Harburger Integrationsrat ist für mich selbstverständlich. Ich versuche nur, der Gesellschaft zurückzugeben, was sie mir gegeben hat. Deutschland ist meine Wahlheimat. Ich komme aber ursprünglich aus Togo (Westafrika). Auch dank meiner Ehefrau, die aus Deutschland stammt, kenne ich beide Kulturen. Diese Erfahrung, diese Kenntnisse der beiden Kulturen, möchte ich den Neuankömmlingen zur Verfügung stellen, um deren Integration in unsere Gesellschaft zu erleichtern. Integration ist für mich keineswegs nur ein Thema für Medien und Politik, es ist ein Geben und Nehmen und wir, Menschen mit Migrationshintergrund die schon lange in Deutschland leben, sollen unser Beitrag für eine gelungene Integration der neue Mitbürger leisten. Dafür setze ich mich ein. Was mir am meisten Freude macht ist die Entwicklung der Menschen zu sehen, ihre Schritte in der Gesellschaft. Man versteht und erkennt die Missverständnisse und die unterschiedliche Wahrnehmungen beider Kulturen und kann den Akteuren beiderseits helfen, Missverständnisse im Vorfeld zu beseitigen.

Zurzeit erfüllt mich insbesondere das Projekt SPlus - Studierende stärken Schüler und Schülerinnen, ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Goethe Schule Harburg, die Technische Universität Harburg (TUHH) und die Harburger Integrationsrat (HIR). Es geht darum Schüler und Schülerinnen (mit und ohne Migrationshintergrund) aus sozialschwache Umfeld zu unterstützen. Die Studierende sind Mentoren für die Schüler und Schülerinnen und bieten nicht nur fachliche Nachhilfe, sondern agieren dabei auch als „große Brüder“ oder „große Schwestern“, erklären warum und wie wichtig es ist, die Schule ernst zu nehmen. Lernen nach Lehrplan, recherchieren in der Bibliothek, Beteiligung der Eltern am Schulgeschehen – all das sind Dinge, um die wir uns gemeinsam kümmern. Wir achten darauf, dass Studentinnen als Mentorinnen für Schülerinnen agieren und Studenten als Mentoren für Schüler.  So entsteht gegenseitiges Vertrauen. Das Projekt hat in seiner Pilotphase mit zwölf Studierenden und zwölf Schüler und Schülerinnen angefangen. Nach einem Jahr Pilotphase ist das Projekt so erfolgreich gewesen, dass wir expandieren, 25 weitere Schüler und Schülerinnen sollen aufgenommen werden. Auch die Rückmeldungen der Klassenlehrer und Klassenlehrinnen ist sehr positiv.

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