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Wie Engagement entsteht

„Als kleiner Junge hatte ich eine Lieblingstante. Wenn sie uns besuchte, spielte sie immer mit mir. Ich konnte sie kaum verstehen, da sie sehr undeutlich sprach, auch Holzklötzchen konnte ich besser aufbauen als sie. Aber sie war meine Lieblingstante. Seit fast 30 Jahren engagiere ich mich als Übungsleiter im Inklusionssport und habe Freude an der Bewegung, an der Begegnung, an der Veränderung.“ (Christian Schirrmacher)

Warum es ganz leicht ist, sich wie Christian Schirrmacher zu engagieren, welche Wege es zu Ihrem Engagement geben kann und wo Kontakte entstehen können, erfahren Sie hier.

Passendes Engagement gesucht?

Sie haben den Wunsch, unsere Gesellschaft aktiv mitzugestalten und etwas zu verändern, wissen aber nicht, wie? Wenn Sie Interesse an einem freiwilligen Engagement haben, sollten Sie einige Fragen vorab für sich beantworten, zum Beispiel:

  • was kann ich besonders gut?
  • welche Themen interessieren mich?
  • wann und wie oft habe ich Zeit?

Für Ihre Recherche haben wir die wichtigsten Punkte und Informationsquellen für Sie zusammengestellt.


Engagement FAQs

1

Wo kann ich mich engagieren?


In Hamburg gibt es zahlreiche und vielfältige Möglichkeiten sich zu engagieren. Überlegen Mehr Sie, welche Kontakte es in Ihrem Umfeld gibt, wo es Bedarf an Unterstützung, Veränderung oder dem kleinen Quäntchen „mehr“ geben könnte. Sprechen Sie Ihre Freunde, Familie und Bekannten an und schlagen Sie eine Brücke zu den Bereichen, die Ihrem Alltag vielleicht schon ganz nahe sind.

Informationen zu Angeboten und Projekten gibt es z.B. auf der Seite des AKTIVOLI Landesnetzwerkes, der Hamburger Freiwilligenagenturen oder Engagement-Plattformen wie z.B. tatkräftig. Sie alle bieten bei der Suche nach einer passgenauen Tätigkeit auch Beratung an.

2

Wie viel Zeit muss ich haben?


Diese Frage beantworten Sie ganz individuell: Das freiwillige Engagement richtet sich nach Mehr Ihren zeitlichen Kapazitäten und individuellen Interessen.

Es gibt Engagierte, die einmal im Jahr beim Quartierfest helfen, andere sind einmal wöchentlich Lesepaten für Kinder oder begleiten über Wochen Sterbende im Hospiz. Einmalig, kurz-, mittel-, langfristig oder für die Dauer eines Projektes – wichtig ist, dass Sie sich verlässlich mit den Verantwortlichen des Projekts absprechen. Das gilt auch, wenn Sie Ihr Engagement beenden wollen.

3

Wo bekomme ich persönliche Beratung?


Am besten wenden Sie sich an eine der Freiwilligenagenturen in ihrer Nähe. Im persönlichen Mehr Gespräch mit den Beraterinnen und Beratern können Sie herausfinden, welches Engagement am besten zu Ihnen passt. Auch ganz praktische Fragen zu Versicherungsschutz oder Kostenerstattung können hier geklärt werden.

4

Welche Aufgabe passt zu mir?


Sie lesen Kindern vor, löschen Feuer, sortieren Kleiderspenden, entlasten Familien, übersetzen Mehr für Geflüchtete, schützen die Umwelt, trainieren Jugendliche, begleiten Sterbende oder spielen Karten mit Senioren: Das Engagement der Hamburgerinnen und Hamburger ist so vielfältig wie Hamburg selbst.

Welche Aufgabe zu Ihnen passt und ob Sie Zeit, „Know-how“ oder beides in Kombination verschenken möchten, finden Sie am besten heraus, wenn Sie sich in einer der der Freiwilligenagenturen in ihrer Nähe beraten lassen.

5

Was wird von mir erwartet?


Klar ist: freiwilliges Engagement soll Freude machen und nicht überfordern. Das gelingt, wenn Mehr Sie Ihre Fähigkeiten und Interessen einbringen und Ihr Engagement entsprechend auswählen. Im Engagement sind oft andere Fähigkeiten als in der Arbeitswelt gefragt: z.B. zuhören, spielen, übersetzen, malen, trösten, singen, Geschichten erzählen. Aber auch handwerkliches Können oder anderes Wissen kann für Projekte wertvoll sein, z.B. Regale bauen oder eine Website programmieren.

Wenn Sie merken, dass sich Ihre Ressourcen oder Interessen verändern, dann sprechen Sie das an und stimmen sich mit den Verantwortlichen in Ihrem Projekt ab.

Wichtig ist, dass Sie die Regeln kennen und einhalten, die in Ihrem Projekt für freiwilliges Engagement gelten. Hierzu gehören z.B. Datenschutz und Schweigepflicht. Sorgfältiger Umgang mit anvertrautem Geld, Schlüsseln, Dokumenten, Vollmachten oder ähnlichem ist selbstverständlich.

6

Was bringt mir ein freiwilliges Engagement?


#MitDirGehtMehr: Sich freiwillig für andere zu engagieren kann sehr viel Spaß machen. Egal Mehr in welchem Bereich Sie sich engagieren: Ihre Aufgabe macht Sinn, bereichert nicht nur andere, sondern auch Sie selbst und lässt Sie wachsen. Mit Ihnen geht buchstäblich mehr!

Gesellschaft aktiv gestalten: Damit sind Sie nicht nur ein Vorbild für andere, sondern tragen aktiv zum sozialen Zusammenhalt der Zivilgesellschaft bei. Viele Hamburgerinnen und Hamburger begreifen freiwilliges Engagement nicht als Bürgerpflicht, sondern als ihr Bürgerrecht mit vielen Gestaltungsmöglichkeiten.

7

Kann ich mich freiwillig engagieren, wenn ich arbeitslos bin?


Ja, das können Sie. Ihr Engagement ist freiwillig und unentgeltlich. Freiwilliges Engagement Mehr ist kein verstecktes Erwerbsarbeitsverhältnis und kann jederzeit beendet werden. Ihr Anspruch auf Arbeitslosengeld bleibt bestehen.

Die Aufnahme einer Arbeit oder bezahlten Tätigkeit hat allerdings Vorrang vor freiwilligem Engagement. Deshalb müssen Sie der Agentur für Arbeit ein freiwilliges Engagement mit mehr als 15 Stunden pro Woche melden.

8

Gibt es Versicherungsschutz?


Ob Ihr Engagement einen Versicherungsschutz beinhaltet, hängt von der konkreten Tätigkeit Mehr bzw. dem Projektträger ab. Falls Sie eine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben, sollten Sie klären, ob diese auch bei Schadensfällen während der freiwilligen Tätigkeit greift. Sprechen Sie diese Frage bei Ihrem Projekt an und klären Sie die Bedingungen. Informationen zum Versicherungsschutz erhalten Sie auch hier:
www.hamburg.de/versicherungsschutz

9

Kosten im Engagement


Prinzipiell sollen Ihnen keine Kosten durch ihr Engagement entstehen – schließlich geben Mehr Sie bereits Ihre Zeit oder Ihr Wissen. Aber nicht immer ist es möglich, dass etwaige Fahrtkosten auch erstattet werden können. Dieser Punkt sollte frühzeitig geklärt werden – eventuell entstehen Lösungen, wie z.B. Fahrgemeinschaften.

10

Ich habe weitere Fragen. An wen kann ich mich wenden?


Für alle weiteren Fragen zum freiwilligen Engagement stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mehr Mitarbeiter des Referats „Förderung des freiwilligen Engagements“ der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) zur Verfügung. Sie halten z.B. Informationen zum Versicherungsschutz oder zu Freiwilligendiensten für Sie bereit.

Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration
Referat Förderung des freiwilligen Engagements
Adolph-Schönfelder-Str. 5
22083 Hamburg
Telefon: +49 40 428 63-6578
Email: engagement@basfi.hamburg.de
www.hamburg.de/engagement/


Information, Beratung und Engagement-Angebote

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