Eleonora Cucina
Mehrsprachigkeit als Herzensanliegen

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12. April 2017
Autorin: Eleonora Cucina

Menschen mit Migrationshintergrund


Ich möchte mich zunächst herzlich bei Hakim Chobishat für die Überreichung des Staffelstabes bedanken und freue mich auf diese Weise unsere Themen und die Menschen, die sie treiben, bekannter zu machen.

Zu meiner Person: Ich bin in Rom geboren, meine Wahlheimat ist aber seit über 20 Jahren Hamburg.

Neben meiner Arbeit habe ich mich schon immer in vielen Bereichen ehrenamtlich engagiert. Als Bürgerin gehört das für mich einfach zur gesellschaftlichen Mitgestaltung und zur kulturellen und politischen Teilhabe dazu. Alles fing als Vertreterin in schulischen Gremien an, im Laufe der Jahre kamen Freizeit-, Frauen- und Kulturprojekte dazu.

Meine Interessen und meine Biografie haben mich besonders für das Thema Interkulturalität sensibilisiert. Mein Anliegen ist Diversität durch Begegnung, Kultur und Veranstaltungen erlebbar zu machen, um den Zusammenhalt durch Dialog und Wertschätzung zu fördern. Auch als gewählte Integrationsbeirätin der Hansestadt Hamburg mache ich mich seit Jahren für Bildung und Chancengleichheit stark.

Eins meiner Herzensanliegen ist die Förderung der Mehrsprachigkeit, nicht nur für meine Tochter, sondern für alle Kinder, die das Potential haben, bilingual aufzuwachsen. In Hamburg sind das 50 Prozent der Schülerschaft! Dafür arbeite ich seit über zwölf Jahren ehrenamtlich in unterschiedlichen Gremien. Um Eltern zu stärken und die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren, organisiere ich mit anderen engagierten MitstreiterInnen eine große Veranstaltung zum Tag der Muttersprache: Dabei präsentieren Kinder und Jugendliche mehrsprachige Kulturbeiträge und das Publikum kommt in einen lebendigen Austausch mit Verwaltung, Wissenschaft und Politik.

Meine Vision ist, dass eines Tages im Stundenplan jeder Schule eine gemeinsame Zeit für den Herkunftssprachunterricht reserviert ist, sodass sich die Schulen regional organisieren und SchülerInnen in ihrem Potential kosteneffizient und erfolgreich unterstützen können.

Mit meiner doppelten Staatsbürgerschaft habe ich politische Rechte. Das ist aber bei vielen anderen „Migranten“ nicht der Fall. Deshalb ermutige ich alle, sich in anderen Formen zu beteiligen und ihre Stimme und Position durch solche Veranstaltungen hörbar zu machen.

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